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Hintergrundbild Zeitungsbericht vom 27.05.2006

Berliner Zeitung
27./28. Mai 2006, Nr. 122, S. C1, Automobil

SAGEN SIE MAL

Herr Geitmann

Welches Auto besitzen Sie eigentlich?

Einen VW Polo, der mit Flüssiggas fährt.

Wann wird es normal sein, einen Golf mit Brennstoffzelle oder Wasserstoffmotor zu kaufen?

In 20 oder 30 Jahren. Sollten die Ölpreise jedoch weiter wie bisher steigen, könnten derartige Antriebe auch schon eher zur Normalität werden.

Das klingt als wäre Ihnen der Sprit noch zu billig.

Eigentlich schon. Denn je teurer das Öl, desto größer der Handlungsdruck für die Automobilhersteller, die nach wie vor mit herkömmlichen Motoren sehr viel Geld verdienen können.

Vor etwa zehn Jahren hatte Mercedes die marktreife A-Klasse mit Wasserstoffantrieb für das Jahr 2005 angekündigt - und sich schwer verrechnet.

Damals haben einige Vordenker viel zu kurze Entwicklungszeiträume vorausgesetzt, ohne vorher eine ausreichende Rücksprache mit den technischen Bereichen gehalten zu haben. Hinzu kam, dass speziell Daimler damals noch eine Variante mit Methanol als Speichermedium für Brennstoffzellenfahrzeuge favorisierte, was sich mittlerweile als Zeit und Geld raubender Umweg erwiesen hat.

Wer soll eigentlich die nötige Infrastruktur aufbauen?

Die großen Gasunternehmen wie Linde, Air Products und Air Liquide vertreiben bereits seit Jahrzehnten Wasserstoff und haben diesen Bereich längst als Zukunftsmarkt erkannt.

Derzeit kostet der Sprit für 100 Kilometer rund zehn Euro. Wird die Fahrt mit Wasserstoff teurer?

Wasserstoff wird nur dann eine Chance auf dem Markt haben, wenn er günstiger ist als Benzin und Diesel.

(jk.)

Interviewer: Jochen Knoblach

© Hydrogeit