HYDROGEIT - Der Wasserstoff-Guide

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Energiesparen - Tipps & Tricks

Klimaschutz ist mittlerweile ein viel diskutiertes Thema und trotzdem wird nur selten angesprochen, was jeder Einzelne konkret dafür leisten kann. Bereits durch wenige Energiesparmaßnahmen kann eine vierköpfige Familie ihre CO2-Emissionen durchschnittlich um ein Drittel senken.

Die Entscheidung, einen A-Klasse-Kühlschrank zu kaufen oder zusätzliche Wärmedämmmaßnahmen bei der ohnehin anstehenden Haussanierung vorzunehmen, sind wichtige Schritte in Richtung Klimaschutz. Dabei entfallen über drei Viertel des gesamten Energieverbrauches auf die Heizung, während Haushaltsgeräte nichtmal ein Zehntel ausmachen. Bei den Lampen zu sparen ist zwar auch sinnvoll, aber die Beleuchtung schlägt sich nur mit 2 % auf den Energieverbrauch im Haus nieder. Um tatsächlich Strom zu sparen, reicht es daher nicht, einfach nur Energiesparbirnen zu verwenden.

Energiesparen im Auto
• Fahrzeuggewicht durch Ausladen unnötigen Ballasts reduzieren (Faustregel: 100 Kilogramm Mehrgewicht kosten 0,5 Liter mehr Kraftstoff).
• Dachgepäckträger abbauen.
• Neue, geräuscharme Reifen mit reduziertem Rollwiderstand verwenden: Breit- und Winterreifen erhöhen den Verbrauch. Höherer Luftdruck reduziert den Verbrauch (mind. zulässiger Luftdruck bei vollbeladenem Fahrzeug).
• Kurzstreckenfahrten und Warmlaufenlassen vermeiden.
• Synthetische Leichtlauföle verwenden, die den innermotorischen Widerstand und den Motorverschleiß reduzieren.
• Im unteren Drehzahlbereich fahren.
• Gangwechsel so früh wie möglich vornehmen (spätestens bei 2.000 Umdrehungen pro Minute).
    - nach 5 Metern 2. Gang
    - bei 25 – 30 km/h 3. Gang
    - bei 40 km/h 4. Gang
    - bei 50 km/h 5. Gang
• Unnötige Beschleunigungs- und Bremsvorgänge vermeiden: vorausschauend fahren, großzügigen Sicherheitsabstand einhalten.
• Höchstgeschwindigkeitsfahrten vermeiden: Bei Maximalgeschwindigkeit ist der Verbrauch doppelt so hoch wie bei ¾ der Maximalgeschwindigkeit.
• Auf Betrieb überflüssiger Nebenaggregate verzichten: Die Klimaanlage erhöht den Verbrauch um bis zu 1,8 Liter pro 100 Kilometer. Je stärker die Lichtmaschine belastet wird, desto höher ist der Fahrzeugverbrauch.
• Motor ausstellen, sobald absehbar ist, dass die Standzeit länger als 10 Sekunden dauern wird.
• Beim Starten kein Gas geben.

Energiesparen im Haushalt
• Wohnraum nicht überheizen: Als ideale Raumtemperatur für den Wohn- und Arbeitsbereich gelten 20 °C. Jedes Grad weniger spart etwa 6 % Heizkosten. In Küche und Flur sind 18 °C, im Schlafzimmer 16 °C ausreichend.
• Nicht durchheizen: Während der Nachtstunden und bei längerer Abwesenheit kann die Temperatur um 5 °C abgesenkt werden.
• Heizkörper und Thermostate nicht mit Möbeln oder langen Vorhängen verdecken.
• Intelligent Lüften: Stoßlüftung bei abgestellter Heizung anstelle von ständiger Fensterstellung auf „Kipp“.
• Auf elektrische Heizgeräte verzichten.
• Fenster und Türen gegen Zugluft abdichten.
• Abends und nachts Rollläden, Fensterläden und Vorhänge schließen.
• Isolierung zwischen Heizkörpern und Außenwänden mittels Reflexionsplatten oder Folien anbringen.
• Heizungsanlage regelmäßig warten.
• Im Sommer Heizungsumwälzpumpe abstellen.
• Heizkörper entlüften
• Bereitschaftseinstellungen bei Elektrogeräten (Stand-by) abschalten.
• Mehrfachsteckdosen mit Schalter verwenden, wenn die Stand-by-Funktion nicht anderweitig abgeschaltet werden kann.
• Energiesparlampen verwenden oder LED kaufen.
• Schlaf- oder Energiespar-Modus am Computer aktivieren.
• Akkumulatoren nicht zu früh und nicht zu lange aufladen. Dies verringert die Lebensdauer der Akkus und kostet unnötig viel Energie.
• Leerlaufstrom von Transformatoren beachten. Elektrogeräte, die mit Niederspannung (1,5 bis 60 Volt) arbeiten, verfügen über Transformatoren (Trafos), die die Netzspannung von 230 V umspannen. Trotz ausgeschaltetem Gerät zieht dieser Trafo Strom. Das erkennt man daran, dass eine kleine Diode leuchtet beziehungsweise der Trafo warm wird. Es empfiehlt sich, eine ausschaltbare Steckdosenleiste zu verwenden.

Energiesparen beim Hausbau
• Außenwände, Dachraum und Keller gut isolieren.
• Rollläden anbringen.
• Wärmedämmung für Heizungsrohre und Armaturen anbringen.
• Wärmeschutzverglaste Fenster einbauen.
• Thermostatventile an Heizkörpern anbringen.
• Moderne, sparsame Gas- oder Holzheizung einbauen.
• Solaranlagen in die Energieversorgung mit einbeziehen.

Energiesparen in Küche / Bad
• Alte Elektrogeräte durch neue, energiesparende Modelle ersetzen (Kühl-, Gefriergeräte mind. Energieeffizienzklasse A).
• Geschirrspül- und Waschmaschinen an die Warmwasserversorgung anschließen.
• Deckel beim Kochen nicht vergessen.
• Beim Kochen nicht mehr Wasser als notwendig erhitzen.
• Topf- und Kochplattengröße aufeinander abstimmen.
• Zum Aufbacken einzelner Brötchen besser den Toaster als den Ofen verwenden.
• Gefrorene Nahrungsmittel rechtzeitig bei Zimmertemperatur auftauen.
• Wasserkocher, Eierkocher und Schnellkochtöpfe verwenden.
• Kaffeemaschinen mit Thermoskanne verwenden, anstatt den Kaffee stundenlang auf der Heizplatte warm zu halten.
• Kühlschrank regelmäßig abtauen.
• Wäsche bei eher niedrigen Temperaturen waschen.
• Auf Vor- und Kochwäsche verzichten.
• Duschen statt baden.
• Sparduschkopf und Durchflussmengenbegrenzer verwenden.



Einen guten Überblick über erneuerbare Energien und Effizienz-Steigerung verschafft das bereits in 2. Auflage erschienene Buch von Dipl.-Ing. Sven Geitmann:

Erneuerbare Energien - Mit neuer Energie in die Zukunft


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