HYDROGEIT - Der Wasserstoff-Guide

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Erdgas
Im Kfz-Bereich wird Erdgas bereits seit mehreren Jahren als alternativer Kraftstoff eingesetzt. Die Pluspunkte von Erdgasfahrzeugen gegenüber den Benzin- und Diesel-Varianten sind die deutlich geringeren Kraftstoffkosten und der reduzierte Schadstoffausstoß. Zudem ist Erdgas als Treibstoff bis mindestens 2009 steuerbefreit und unterliegt nicht der jährlichen Ökosteuererhöhung. Zusätzlich hat die Regierungskoalition vereinbart, die Steuerermäßigung für Erdgasfahrzeuge bis zum Jahre 2020 fortzuschreiben.

Auf bundesdeutschen Straßen rollten Ende 2003 rund 17.000 Erdgas-Fahrzeuge inklusive etwa 1.000 Busse und Klein-Transporter. Der weltweite Bestand beläuft sich auf über 1 Millionen Kraftfahrzeuge, wovon 450.000 in Argentinien und 370.000 in Italien unterwegs sind. Der Bundesverband der Deutschen Gas- und Wasserwirtschaft prognostiziert bis zum Jahr 2012 rund 500.000 Erdgasfahrzeuge auf bundesdeutschen Strassen.

Durch Fördervorhaben wird derzeit versucht, die Verbreitung dieser Technik zu unterstützen. Die Berliner Initiative TUT (Tausend Umwelt-Taxis für Berlin) versucht beispielsweise mit der deutschlandweit größten Gemeinschaftsaktion auf dieser Ebene in der Bundeshauptstadt mehr Erdgasfahrzeuge auf die Straße zu bringen und neue Tankstellen zu schaffen. Das gesamte Projekt basiert auf einer Initiative des Bundesministeriums für Umwelt (BMU), des Berliner Senats und verschiedener Gasunternehmen. Ziel des Projekts ist die bundesweite Demonstration der praxisgerechten und wirtschaftlichen Möglichkeiten eines Einsatzes des umweltfreundlichen Kraftstoffes Erdgas. In möglichst kurzer Zeit sollen etwa 1.000 Taxen und 100 Fahrschulfahrzeuge mit Erdgasantrieb in Berlin eingesetzt werden. Außerdem soll die Betankungssituation deutlich verbessert werden.

Einen weiteren Grund für das wachsende Interesse an einer Umrüstung insbesondere von Nutzfahrzeugherstellern liegt in den wachsenden Anforderungen an die Reinheit der Abgase. Die neuen schärferen Schadstoffgrenzwerte können mit Dieselmotoren künftig nur durch aufwendige und vergleichsweise teure Abgasnachbehandlungsmaßnahmen zur Verringerung der Partikel- und Stickoxidemissionen eingehalten werden. Die neue Euro-Norm 4 trat im Jahr 2005 in Kraft, die Euro-Norm 5 soll im Jahr 2008 folgen.

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Weitere Informationen in den beiden Büchern:
Erneuerbare Energien sowie Alternative Kraftstoffe.

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