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Wissen / Nachwachsende Rohstoffe



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Biokraftstoffe
Nachwachsende Rohstoffe sind eine interessante und umweltschonende Alternative zu den fossilen Rohstoffen. Sie bilden die Ausgangsstoffe zur Herstellung verschiedener Biokraftstoffe.

Dabei kommen Pflanzenölen, insbesondere Rapsöl, eine besondere Beachtung zu. Sie dienen nicht nur der Biodieselproduktion, sondern können auch in nativer Form in speziell umgerüsteten Dieselmotoren eingesetzt werden. Große Landmaschinenhersteller bieten Rapsöltraktoren an. Auch Lastwagenmotoren können mit unverändertem Pflanzenöl betrieben werden.

Dezentrale Blockheizkraftwerke mit Pflanzenrohöl-Motoren haben einen besonders hohen Wirkungsgrad. Dort erzeugt ein Generator, den der Motor antreibt, Strom. Er wird in das Niederspannungsnetz (300 – 400 V. 50 Hz) eingespeist. Die Abwärme kann durch Kraft-Wärmekoppelung für das Aufheizen von Wasser oder als Prozesswärme verwendet werden. Etwa 30 % der eingesetzten Energie wird in solchen Systemen in Strom, 60 % in Wärme umgewandelt, nur 10 % fallen als Abwärme an. Wird dieses BHKW bei seiner Treibstoffversorgung in ein dezentrales System mit naher Rapsmühle integriert, entstehen – quasi modellhaft – kleine energieautarke Kreisläufe: Auslieferung des Rapsöls durch LKWs mit Rapsölmotoren und Traktoren, die vorwiegend mit Rapsöl betrieben werden.

Einen vollkommenen anderen Weg geht man bei der Herstellung von synthetischen Treibstoffen (BtL-Treibstoffe). BtL-Kraftstoffe sind aus Kohlenwasserstoffen zusammengesetzte Kraftstoffe, die über ein aus Biomasse gewonnenes Synthesegas erzeugt werden. Vor dem Hintergrund steigender Preise für fossile Rohstoffe bieten BtL-Kraftstoffe eine maßgebliche Option, eine zukünftige Treibstoffversorgung zu sichern. Diese „maßgeschneiderten Treibstoffe genügen höchsten Ansprüchen im motorischen Sinne, weisen erhebliche Substitutionspotenziale auf und lassen sich mit bestehender Infrastruktur ohne aufwändige Anpassungen nutzen.“ (Dr.-Ing. Andreas Schütte, Geschäftsführer der FNR)

Die BtL Herstellung geht einen einfachen, aber hochwirksamen Weg: Die komplexen Moleküle der Biomasse werden bei hohen Temperaturen und unter Druck in ihre Bestandteile zerlegt. Daraus wird dann das Synthesegas (CO und H2) gebildet. Für das anschließende Syntheseverfahren stehen zum Beispiel die Fischer-Tropsch-Synthese oder die Methanol-to-sunfuels-Synthese zur Verfügung. Die Eigenschaften des Kraftstoff können „maßgeschneidert“ auf moderne Motoren eingestellt werden. Ein weiterer, großer Vorteil von BtL- Kraftstoffen liegt darin, dass sehr viele Rohstoffe genutzt werden können: Energiepflanzen, Reststoffe, Bioabfälle, Restholz.

Dies sind Auszüge aus dem Unterrichtsmaterial "Nachwachsende Rohstoffe" der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe.


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