HYDROGEIT - Der Wasserstoff-Guide

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Hintergrundbild Brennstoffzellenauto

Toyota
Toyota forscht bereits seit 1971 auf dem Gebiet alternativer Antriebskonzepte.
1996 veröffentlichte der drittgrösste Automobilkonzern der Welt auf der Tokioter Auto Show seinen Prototypen FCEV auf Basis des RAV4 mit einer Leistungsdichte von 167 W/l.
Auf Basis des fünftürigen RAV4 hat Toyota ein Brennstoffzellenfahrzeug vorgestellt, das sich vor allem durch einen neuartigen Treibstoffspeicher auszeichnen soll. Anstelle eines Drucktanks besitzt der RAV4 einen Behälter mit einer speziellen Aluminiumlegierung, die grosse Mengen an Wasserstoff binden kann. Der Wirkungsgrad liegt bei rund 60%. Durch diese Lösung sollen Platz und Gewicht eingespart werden. So bleiben die fünf Sitzplätze und der Kofferraum des Funcruisers erhalten. Anfangs gab es unzureichende Ergebnisse mit Speichermedien auf Basis von Titan- und Magnesiumlegierungen. Erst die BCC-Aluminiumlegierung (Body-Centured Cubic) brachte nach Meinung der Toyota-Forscher die Wende.
Anstelle von einem Atom, wie in herkömmlichen Nickel-Metallhydrid-Batterien, kann diese Legierung zwei Atome aufnehmen, also doppelt soviel. Der Tank wiegt 100 kg und befindet sich unter den Vordersitzen. Er kann zwei Kilogramm Wasserstoff aufnehmen. Direkt davor befindet sich in den Fahrzeugboden eingelassen die Brennstoffzelle (120 kg). Diese produziert bis zu 20 kW Strom, der zu den Metallhydrid-Batterien im Heck geschickt wird. Sie speisen den vorn installierten Elektromotor, der die Vorderachse antreibt. So soll eine Reichweite von bis zu 250 km möglich sein.
Die zweite Variante von Toyota ist der Methanolantrieb mit Reformer, veröffentlicht im September 1997 auf der Frankfurter Automesse mit einer Leistungsdichte von 193 W/l und einer Leistung von 25kW, die Reichweite beträgt 500 km.
Der Sauerstoff wird der Brennstoffzelle (108 x 50 x 24 cm) über verdichtete, angefeuchtete Luft, der Wasserstoff wird aus dem Methanolreformer zugeführt. Der Reformer ist 30 cm im Durchmesser und 60 cm lang. Eine Nickel-Metallhydrid-Batterie (Ni-MH) mit normalen Spannung von 288 V bildet eine Reserve, um bei Bedarf mehr Leistung zu haben.

Zitat von Toyota-Ingenieur Bill Reinert:
"Daimler-Benz ist eine der eher konservativen Firmen in der Automobilindustrie. Ausserdem ist die Fahrzeugindustrie eine der eher konservativen Industriezweige auf der Welt. Wenn nun jemand wie Daimler Millionen von Dollars in diese Technologie investiert und daher kommt und Äusserungen dieser Art macht, muss man sagen, dass dies sehr ernst zu nehmen ist." "Die Automobilindustrie und Konzerne für stationäre Kraftwerke hängen eng miteinander zusammen. Beide sind so gross, dass, wenn die eine Sparte die Brennstoffzelle für sich entdeckt hat, wird sie die andere mit in den Markt hineinziehen."
Toyota-Präsident Hiroshi Okuda:
"Our engineers habe a strong feeling that we will be the first to market." [Geyer, 1998]
 


Dies ist ein Auszug aus dem Buch von Sven Geitmann:

"Wasserstoff- und Brennstoffzellen-Projekte"

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